Social Media Marketing für Immobilienmakler: Eigentümer statt Likes

Social Media Marketing für Immobilienmakler: Formate auf Instagram, Gesichter, Anzeigen, Anfragen mit Quelle im CRM, Redaktionsplan und was rechtlich gilt.

Lucas WeberLucas WeberGründer & Geschäftsführer

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Titelbild: Social Media Marketing für Immobilienmakler: Eigentümer statt Likes
Social Media Marketing für Immobilienmakler: Eigentümer statt Likes

Social Media Marketing für Immobilienmakler: wofür es sich lohnt

Social Media Marketing lohnt sich für Immobilienmakler, wenn es Eigentümer davon überzeugt, Ihnen ihren Verkauf anzuvertrauen; Likes und Follower sind dafür nur ein Zwischenschritt. Käufer finden Ihre Objekte ohnehin über Portale. Eigentümer dagegen wählen einen Makler nach Vertrauen und Ortskenntnis, und genau beides kann ein Instagram-Profil zeigen, bevor das erste Gespräch stattfindet.

Wir sind die Weber Media Consulting GmbH aus Hamburg und betreuen Social Media, Anzeigen und Websites für Maklerbüros. Dieser Beitrag ist auf Makler zugeschnitten. Allgemeines zu LinkedIn und Content-Strategie im Geschäftskundenbereich steht im Beitrag Social Media Marketing für B2B, was eine Agentur dafür kostet, unter Social Media Agentur Kosten.

Sie wollen wissen, wie Ihr Profil mehr Eigentümer erreicht? Kurz anfragen

Das Ziel: Eigentümer statt Likes

Ein Makler-Profil ist erfolgreich, wenn Eigentümer aus Ihrem Gebiet anfragen oder im Erstgespräch sagen, dass sie Sie von Instagram kennen. Reichweite allein bezahlt keine Miete. Messen Sie deshalb drei Dinge:

  1. Bewertungsanfragen über den Link im Profil, also Eigentümer, die von Instagram auf Ihre Bewertungsseite kommen und das Formular abschicken.
  2. Direktnachrichten mit Verkaufsabsicht, etwa „Was wäre unsere Wohnung wert?“.
  3. Die Antwort auf eine Frage im Erstgespräch: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ Tragen Sie die Antwort im CRM ein.

Nebenbei erreicht ein gutes Profil auch Käufer und mögliche Bewerber. Das ist willkommen, aber nicht der Maßstab.

Formate für Makler: Objekte, Markt, Team

Drei Formate tragen ein Makler-Profil: Objekt-Reels, die zeigen, wie Sie vermarkten, Marktberichte, die Ortskenntnis belegen, und Beiträge aus dem Team, die Vertrauen schaffen.

Objekt-Reels: für Eigentümer gedreht, nicht nur für Käufer

Ein Rundgang durch ein Objekt sehen Käufer und Eigentümer gleichermaßen. Für den Eigentümer ist er eine Arbeitsprobe: So würde auch seine Wohnung präsentiert. Zeigen Sie deshalb neben den Räumen auch Ihre Arbeit, etwa die Vorbereitung des Fototermins oder die Besichtigung. Ein Beitrag „verkauft“ belegt Ergebnisse, aber nur mit Einverständnis des Verkäufers.

Ist ein Objekt-Reel zugleich eine Immobilienanzeige, gelten die Pflichtangaben aus dem Energieausweis nach § 87 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), dazu unten mehr.

Marktberichte: Ortskenntnis in Zahlen

Ein kurzer Beitrag zur Lage im Stadtteil zeigt, dass Sie den Markt kennen. Nennen Sie immer die Quelle, etwa Ihre eigenen Verkäufe oder die Bodenrichtwerte des örtlichen Gutachterausschusses, den § 193 Abs. 5 BauGB mit der Kaufpreissammlung und der Ermittlung von Bodenrichtwerten beauftragt. Wie Sie Marktberichte und Stadtteil-Inhalte über Instagram hinaus einsetzen, beschreibt der Beitrag Hyperlokales Marketing für Immobilienmakler.

Team und Alltag: was ein Makler wirklich tut

Bewertungstermin, Besichtigung, Notartermin: Eigentümer wissen oft nicht, was zwischen Auftrag und Kaufvertrag passiert. Kurze Einblicke beantworten diese Frage, ohne Daten von Kunden zu zeigen. Wie Sie solche Videos aufbauen, mit Einstieg, Geschichte und Abschluss, steht im Beitrag Reels für den Mittelstand.

Vertrauen entsteht über Gesichter

Eigentümer beauftragen eine Person, nicht ein Logo; deshalb sollten auf einem Makler-Profil dieselben Menschen zu sehen sein, die später zur Bewertung kommen. Das gilt besonders für die Inhaberin oder den Inhaber.

  • Feste Gesichter: Zwei oder drei Personen, die regelmäßig vor der Kamera stehen, sind besser als wechselnde Darsteller.
  • Kundenstimmen: Ein Satz eines Verkäufers wirkt stärker als jede Eigenwerbung. Fragen Sie vorher und halten Sie die Zustimmung fest.
  • Antworten: Kommentare und Nachrichten beantworten Sie zügig und sachlich. Eine unbeantwortete Frage nach dem Wert einer Wohnung ist eine verpasste Anfrage.

Werbeanzeigen: Reichweite im eigenen Gebiet

Mit Anzeigen erreichen Sie Eigentümer in Ihrem Gebiet, die Ihrem Profil noch nicht folgen; für Immobilienanzeigen gelten bei Meta allerdings feste Einschränkungen. Anzeigen zu Wohnraum, die Menschen in Deutschland erreichen, müssen bei Meta als spezielle Anzeigenkategorie gekennzeichnet werden. Dann ist das Alter auf 18 bis 65+ festgelegt, Postleitzahlen und Lookalike Audiences sind nicht verfügbar, und um eine Stadt gilt ein Mindestradius, laut Meta-Hilfebereich für Deutschland etwa 16 Kilometer.

Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Bewerben Sie Beiträge, die schon organisch gut ankommen und Ihren Stadtteil im ersten Satz nennen; die Botschaft grenzt die Zielgruppe ein, nicht die Einstellung. Zweitens: Führen Sie Eigentümer-Anzeigen auf eine Bewertungsseite statt auf Ihr Profil. Wie Anzeigen auf Facebook und Instagram zu Anfragen führen, steht im Beitrag Meta Ads für Lead-Generierung. Den Aufbau einer Bewertungsstrecke beschreibt Leadgenerierung für Immobilienmakler. Wie Sie Kampagnen auf Google und Meta für Eigentümer aufbauen, steht im Beitrag Google Ads und Meta Ads für Immobilienmakler.

Anfragen mit Quelle ins CRM

Nur wenn jede Anfrage aus Social Media mit der Quelle im CRM landet, sehen Sie nach einigen Monaten, ob sich der Aufwand lohnt. Drei Wege führen dorthin:

  1. Link im Profil mit Kampagnenparametern. Hängen Sie an den Link zur Bewertungsseite die Parameter utm_source, utm_medium und utm_campaign an. Google Analytics empfiehlt, diese drei immer gemeinsam zu verwenden. Ihre Website gibt die Quelle dann mit der Anfrage an das CRM weiter.
  2. Direktnachrichten. Wer eine Nachricht mit Verkaufsabsicht beantwortet, legt den Kontakt im CRM an und trägt als Quelle „Instagram“ oder „Facebook“ ein. Das ist Disziplin, keine Technik.
  3. Formulare aus Anzeigen. Leads aus Instant-Formularen von Meta lassen sich automatisch an das CRM übergeben, statt sie von Hand herunterzuladen.

Welche Felder und Schnittstellen Ihr CRM dafür braucht, steht im Beitrag CRM für Immobilienmakler auswählen. Wenn Sie mit Propstack arbeiten, zeigt die Seite Propstack-Anbindung, wie Anfragen von der Website ins CRM kommen.

Redaktionsplan: wenig, aber regelmäßig

Ein Redaktionsplan für Makler braucht feste Wochentage für feste Formate, damit Beiträge entstehen, auch wenn das Tagesgeschäft drängt. Ein Beispiel für eine Woche:

TagFormatZiel
MontagMarktzahl aus dem Stadtteil, mit QuelleOrtskenntnis zeigen
MittwochObjekt-Reel oder „verkauft“ mit EinverständnisArbeitsprobe für Eigentümer
FreitagTeam, Alltag oder Frage aus einem ErstgesprächVertrauen aufbauen

Drehen Sie gebündelt, etwa an einem halben Tag im Monat, und planen Sie die Beiträge vorab. In der Meta Business Suite lassen sich Beiträge, Stories und Reels für Facebook und Instagram planen und in einer Kalenderansicht verwalten. Ein Monatsthema, zum Beispiel „Verkaufen nach einer Erbschaft“, gibt den Beiträgen einen roten Faden.

Was rechtlich zu beachten ist

Auch ein Instagram- oder Facebook-Profil eines Maklerbüros braucht ein Impressum, und für Fotos von Menschen und fremde Bilder brauchen Sie Rechte. Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

  • Impressum: § 5 DDG verlangt für geschäftsmäßige digitale Dienste Angaben, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sind. Die IHK Hagen weist darauf hin, dass auch Unternehmensaccounts in sozialen Netzwerken dieser Pflicht unterliegen. Makler brauchen nach § 34c GewO eine Erlaubnis, deshalb gehören nach § 5 Abs. 1 Nr. 3 DDG auch Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde dazu.
  • Personen im Bild: Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden. Das betrifft Mitarbeitende ebenso wie Kunden bei der Schlüsselübergabe. Halten Sie die Einwilligung schriftlich fest.
  • Fotos und Videos von anderen: Lichtbilder sind nach § 72 UrhG geschützt, das Recht liegt beim Fotografen. Klären Sie mit Ihrem Fotografen, ob die Nutzung auf Social Media und in Anzeigen vereinbart ist. Bilder aus fremden Exposés übernehmen Sie nicht.
  • Innenaufnahmen: Holen Sie vor Fotos und Videos in einer bewohnten Immobilie das Einverständnis des Eigentümers ein, und achten Sie darauf, dass keine persönlichen Gegenstände oder Dokumente erkennbar sind.
  • Pflichtangaben: Nach § 87 GModG muss eine Immobilienanzeige in kommerziellen Medien, wenn ein Energieausweis vorliegt, die Art des Ausweises, den Endenergiewert, den wesentlichen Energieträger der Heizung und bei Wohngebäuden Baujahr und Effizienzklasse nennen.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich Instagram für Immobilienmakler?

Ja, wenn das Profil Eigentümer aus Ihrem Gebiet anspricht und Anfragen mit Quelle im CRM landen. Dann sehen Sie nach einigen Monaten, wie viele Bewertungen und Mandate aus Instagram kommen.

Wie oft sollte ein Makler posten?

So oft, wie Sie es über Monate durchhalten. Zwei bis drei feste Formate pro Woche sind für ein Maklerbüro ein machbarer Rahmen, wenn Sie gebündelt drehen und vorab planen.

Brauche ich auf Instagram ein Impressum?

Für ein geschäftlich genutztes Profil gilt die Impressumspflicht nach § 5 DDG. Die Angaben müssen leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. Wie Sie das umsetzen, klären Sie im Zweifel mit Ihrer Rechtsberatung.

Fazit

Social Media Marketing für Immobilienmakler zahlt sich aus, wenn es auf Eigentümer zielt: Objekt-Reels als Arbeitsprobe, Marktberichte mit Quelle, feste Gesichter aus dem Team. Anzeigen bringen die besten Beiträge in Ihr Gebiet, und jede Anfrage landet mit Quelle im CRM. Impressum, Bildrechte und Pflichtangaben gehören von Anfang an dazu.

Ein Profil, das Eigentümer überzeugt. Wir sehen uns Ihr Profil, Ihr Gebiet und Ihr CRM an und zeigen, welche Formate und Anzeigen bei Ihnen passen. Mehr zu unserer Arbeit lesen Sie bei Social Media und auf der Seite Marketing für Immobilienmakler. Jetzt unverbindlich anfragen

Hinweis: Angaben zu Meta und Google stammen aus deren Hilfe- und Entwicklerseiten, Stand 26.10.2026. Die rechtlichen Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

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